Trinkmenge beim Fasten
Beim Fasten fällt die Flüssigkeit aus der Nahrung weg, der Bedarf steigt also. Sehr viel mehr zu trinken ist aber nicht besser — Wasser ohne Salz kann den Natriumspiegel gefährlich verdünnen.
Warum die Zahl eine Spannbreite ist
Der Flüssigkeitsbedarf hängt von Temperatur, Bewegung, Körpergröße, Medikamenten und Nierenfunktion ab. Jede Formel, die eine exakte Zahl ausspuckt, tut so, als wären diese Faktoren nicht da. Die Spannbreite hier orientiert sich an etwa 30 bis 40 Millilitern pro Kilogramm Körpergewicht, plus Zuschläge für Bewegung und für das Fasten selbst.
Der wichtigste Punkt: Salz
Beim Wasserfasten verliert der Körper Natrium. Wer dann sehr viel reines Wasser trinkt, verdünnt den Natriumspiegel weiter — im Extremfall entsteht eine Hyponatriämie mit Kopfschmerzen, Verwirrtheit und im schweren Fall Krampfanfällen. Deshalb gehört beim Fasten gesalzene Gemüsebrühe dazu. Mehr dazu unter Elektrolyte beim Fasten.
Praktische Regel: über den Tag verteilt trinken, nicht in zwei grossen Portionen. Und wenn du trotz viel Trinken Kopfschmerzen und Schwäche bekommst, ist mehr Wasser meist die falsche Antwort.
Wie viel Salz und Magnesium dazu passen, rechnet der Elektrolyte-Rechner aus — samt der Ampel, welche Beschwerden normal sind und bei welchen du sofort zum Arzt musst.