BMI-Rechner: BMI berechnen und richtig einordnen
Der BMI ist dein Gewicht in Kilogramm geteilt durch deine Größe in Metern zum Quadrat. Zwischen 18,5 und 24,9 gilt als Normalgewicht. Der Rechner zeigt zusätzlich, welches Gewicht das für deine Größe bedeutet — und mit dem Bauchumfang das Taille-Größe-Verhältnis, das erfasst, was der BMI übersieht.
So wird der BMI berechnet
BMI = Gewicht in kg ÷ (Größe in m)². Ein Beispiel: 80 Kilogramm bei 1,80 Meter. 1,80 mal 1,80 ergibt 3,24, und 80 geteilt durch 3,24 ergibt einen BMI von 24,7 — knapp im Normalbereich. Die Formel stammt aus dem 19. Jahrhundert und hat einen Vorteil, der ihre Schwächen überdauert hat: Sie braucht nur eine Waage und ein Massband.
BMI-Tabelle für Erwachsene
| BMI | Einstufung (WHO) | Für Fasten |
|---|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht | nicht vertretbar |
| 18,5 bis 24,9 | Normalgewicht | unter 20 nur mit Vorsicht |
| 25 bis 29,9 | Übergewicht | grösster Hebel: die Umstellung danach |
| 30 bis 34,9 | Adipositas Grad I | ärztlich begleiten lassen |
| 35 bis 39,9 | Adipositas Grad II | ärztlich begleiten lassen |
| ab 40 | Adipositas Grad III | nur ärztlich begleitet |
Die britische NICE-Leitlinie von 2025 setzt die Grenzen für Menschen mit südasiatischer, chinesischer, sonstiger asiatischer, nahöstlicher, schwarzafrikanischer oder afrokaribischer Herkunft niedriger an: Übergewicht ab 23, Adipositas ab 27,5. Das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt dort schon bei geringerem Gewicht.
Normalgewicht in Kilogramm
Was ein BMI von 18,5 bis 24,9 bei verschiedenen Größen bedeutet:
- 160 cm: 47,4 bis 63,7 kg
- 170 cm: 53,5 bis 71,9 kg
- 180 cm: 60,0 bis 80,6 kg
- 190 cm: 66,8 bis 89,8 kg
Der Bereich ist breit — mit Absicht. Innerhalb dieser Spanne sagt der BMI nichts mehr darüber, welches Gewicht für dich das richtige ist.
Was der BMI nicht sieht
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett und sagt nichts darüber, wo das Fett sitzt. Gerade das ist der gesundheitlich relevante Teil: Bauchfett ist ungünstiger als Fett an Hüfte und Oberschenkeln. Wer viel Muskelmasse hat, landet schnell im „Übergewicht“, obwohl der Fettanteil niedrig ist. Und wer schlank wirkt, aber Bauchfett trägt, bleibt im Normalbereich.
Das Taille-Größe-Verhältnis
Deshalb empfiehlt die NICE-Leitlinie seit 2025, bei einem BMI unter 35 zusätzlich das Taille-Größe-Verhältnis zu messen: Bauchumfang geteilt durch Körpergröße. Eine Metaanalyse von Ashwell und Kollegen fand, dass dieses Verhältnis Risiken für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser vorhersagt als BMI und Bauchumfang allein. Die Einstufung:
- 0,40 bis 0,49: gesunder Bereich
- 0,50 bis 0,59: erhöhtes Bauchfett, erhöhtes Risiko
- ab 0,60: hohes Bauchfett, deutlich erhöhtes Risiko
Die Faustregel dazu: Die Taille sollte kleiner sein als die halbe Körpergröße. Gemessen wird mit einem Massband in der Mitte zwischen unterster Rippe und oberem Beckenrand, nach dem Ausatmen, ohne den Bauch einzuziehen.
BMI und Wasserfasten
Für die Frage, ob Wasserfasten für dich in Frage kommt, ist der BMI ein Baustein. Unter 18,5 lautet die Antwort nein: Es fehlen die Reserven. Zwischen 18,5 und 20 gilt Vorsicht. Schlanke Menschen verlieren beim Fasten pro Kilogramm etwa doppelt so viel Eiweiss wie stark Übergewichtige (Forbes und Drenick 1979) — mehr dazu unter Wasserfasten in Daten. Alle weiteren Ausschlussgründe prüft der Readiness-Check.
Während des Fastens sinkt der BMI schneller, als Fett verschwindet: Ein grosser Teil des frühen Verlusts ist Wasser und Glykogen. Wer den BMI als Fortschrittsmass nutzt, misst also vor allem Wasser. Wie sich der Verlust aufteilt, zeigt der Rechner Fett oder Wasser, die Hintergründe stehen unter Fettverlust oder Wasserverlust.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meinen BMI?
Teile dein Gewicht in Kilogramm durch deine Körpergröße in Metern zum Quadrat. Beispiel: 80 kg bei 1,80 m ergibt 80 geteilt durch 3,24, also einen BMI von 24,7.
Welcher BMI ist normal?
Für Erwachsene gilt nach WHO ein BMI von 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht, 25 bis 29,9 als Übergewicht und ab 30 als Adipositas. Für Menschen mit südasiatischer, chinesischer, sonstiger asiatischer, nahöstlicher, schwarzafrikanischer oder afrokaribischer Herkunft empfiehlt die britische NICE-Leitlinie niedrigere Grenzen: Übergewicht ab 23, Adipositas ab 27,5.
Ist das Taille-Größe-Verhältnis besser als der BMI?
Es ergänzt ihn. Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett und sieht nicht, wo das Fett sitzt. Das Taille-Größe-Verhältnis erfasst das Bauchfett. Die NICE-Leitlinie von 2025 empfiehlt, es bei einem BMI unter 35 zusätzlich zu messen. Faustregel: Die Taille sollte kleiner sein als die halbe Körpergröße.
Gilt der BMI auch für Kinder, Sportler und Ältere?
Für Kinder und Jugendliche nicht — dort gelten alters- und geschlechtsabhängige Perzentilen. Bei viel Muskelmasse überschätzt der BMI den Fettanteil, das Taille-Größe-Verhältnis ist dann aussagekräftiger. In der Schwangerschaft ist der BMI keine sinnvolle Größe.
Ab welchem BMI darf ich nicht fasten?
Unter einem BMI von 18,5 ist ein Wasserfasten nicht vertretbar — es fehlen die Reserven. Zwischen 18,5 und 20 gilt Vorsicht: kürzer fasten und vorher ärztlich abklären. Alle weiteren Ausschlussgründe prüft der Readiness-Check.
Quellen
- World Health Organization (2000): Obesity: preventing and managing the global epidemic. Report of a WHO consultation. WHO Technical Report Series 894.
- NICE (2025): Overweight and obesity management. NICE guideline NG246.
- Ashwell M. et al. (2012): Waist-to-height ratio is a better screening tool than waist circumference and BMI for adult cardiometabolic risk factors: systematic review and meta-analysis. Obes Rev.
- Forbes G. B. & Drenick E. J. (1979): Loss of body nitrogen on fasting. Am J Clin Nutr.
Fehlt eine Quelle oder ist etwas veraltet? Schreib mir — ich korrigiere das und schreibe dazu, was sich geändert hat.